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7.Jugendreport Natur 2016

In vielen "überentwickelten" Ländern dokumentieren empirische Studien eine zunehmende Naturentfremdung der jungen Generation. Besonders sensibel reagiert die angloamerikanische Öffentlickeit darauf, während das Problem im deutschen Sprachraum bislang kaum wahrgenommen wird. Prominente Journalisten wie Richard Louv in den USA und George Monbiot in Großbritannien sprechen in diesem Zusammenhang bereits von einer „nature deficit disorder“ bzw. einer „second environmental crisis: the removal of children from the natural world“.

Für DeutschlandTitelbild verfolgt der von unabhängigen Experten initiierte „Jugendreport Natur“ das Geschehen bereits seit 1997. Für den aktuellen 7. Report wurden 1.253 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs und neun in Nordrhein-Westfalen befragt. Die ersten Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass die Distanz gegenüber der Natur auch hier weiter zunimmt. Besonders eklatant: Nach der Himmelsrichtung des Sonnenaufganges gefragt, konnte nur jeder dritte Schüler (35%) die korrekte Antwort „Ost“ nennen. Im Jahr 2010 lagen noch 59% richtig.

Die Stuttgarter Zeitung hat sich besonders ausgiebig mit den ersten Befunden und möglichen Schlussfolgerungen befasst:
Naturwissen von Kindern erschreckend schlecht
Lasst die Kinder zurück in die Natur
Wissensfragen des Jugendreports Natur 2010 und 2016 in Wort und Bild

Der ausführliche Ergebnisbericht mit allen Einzelbefunden und aufschlussreichen Sonderprofilen erscheint in zwei Teilen. Der erste Teil befasst sich abgesehen vom Themenschwerpunkt Wald mit jugendlichen Himmelskenntnissen und der aktuellen Ausprägung des Bambisyndroms. Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis erleichtert die Übersicht:
Der zweite Teil mit dem Themenschwerpunkt Land und Landwirtschaft befindet sich in Arbeit.


Kontakt: Redaktion natursoziologie.de