Druckversion öffnen

]

Erste Befunde


Über 160 Fragen, über 3.000 Befragte - der umfänglichste und zugleich alarmierendste Jugendreport Natur. Die ersten Befunde wurden in einer farbigen Broschüre vorgestellt:

Auch wenn er gelegentlich missverstanden wird: Der Jugendreport Natur 2010 ist kein kulturpessimistischer Allgemeinbildungstest, der mit dem pädagogischen Zeigefinger auf den ach so ignoranten Nachwuchs zeigt. Vielmehr spürt er wie seine Vorgänger der Frage nach, wie sich der jugendliche Alltag unter immer artifizielleren Rahmenbedingungen verändert. Und dabei spielt nun mal Natur eine immer geringere Rolle.

Der Chefredakteur des Magazins GEO hat im Editorial des Augustheftes 2010 erste Schussfolgerungen aus den erschreckenden Wissensbefunden Befunden gezogen.
Zwei Jahre später wurden 170 in etwa gleichaltrige Besucher zweier Schulen einer 40.000-Einwohner-Stadt Perus mit einer ins Spanische übersetzte Version des Jugendreport-Fragebogens konfrontiert. Die ländlich-naturnahe Lage der Stadt in einer eher armen Regenwald-Region gab zusammen mit hohen Ansprüchen an die Umwelterziehung Anlass zu der Vermutung, bei den Jugendlichen ein sehr viel weniger verklärtes Naturbild als im hochtechnisierten Deutschland vorzufinden. Um so mehr überraschen die Ergebnisse des Vergleichs:

Jugendreport in Etappen


Die weitere Auswertung erfolgt differenziert nach Themen. Derzeit liegen Kurzbeiträge zu folgenden Themen vor:

Naturverständnis
Natur als Wert
Naturschutz

Naturwissen
Naturerfahrung

Naturnutzung Wald und Jagd
Naturnutzung Landwirtschaft

Erste Reaktionen

Auf die erste Presseveröffentlichung Mitte Juni 2010 in Berlin reagierten die Medien mit einer außergewöhnlichen Fülle von Berichten und Kommentaren. Sie haben den eigentlichen Report um vielfältige Aspekte in einem Maße bereichert, dass deren eigenständige Analyse seinerseits einen nicht weniger spannenden Einblick in das Naturverhältnis der bundesdeutschen Öffentlichkeit bietet.

Die Fragebögen

Die Fülle der Jugendreport-Fragen verteilte sich auf drei Fragebogen, so dass die Schüler nicht überfordert waren und Tischnachbarn unterschiedliche Bögen vor sich hatten. Dadurch wurde nicht zuletzt auch das notorische Abschreiben erschwert.

Quellenangaben zu den jeweiligen Literaturhinweisen finden sich im Literaturarchiv.
Kontakt: Redaktion natursoziologie.de