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Im Aufbau:

Kleine Soziologie des Naturschutzes

Es ist nicht ganz einfach, das Thema Naturschutz aus der übergeordneten Problematik des Umweltschutzes auszugrenzen. In der vorliegenden Website geschieht das in der Weise, dass unter dem Stichwort "Naturschutz" im emgeren Sinne unsere unmittelbare Berührung mit Flora und Fauna, mit Biotopen und Landschaft angesprochen wird. Bei Fragen des Umweltschutzes stehen dagegen meist technisch-industrielle Gegebenheiten der Zivilisation mit Auswirkungen auf die natürliche Umwelt zur Debatte, bei denen es zwar letztlich auch, aber eben mittelbarer um den Naturschutz geht. Hierum kümmert sich bereits die Umweltsoziologie. Weismain

Naturschutz aus amtlicher Sicht


Mit erheblicher Verspätung hat das Umweltministerium 2009 erstmals eine Studie zum "Naturbewusstsein" der Bevölkerung in Auftrag gegeben. Was wollte das Ministerium und das angeschlossene Bundesamt für Naturschutz wissen, wie möchten sie den Naturschutz gesehen haben? Die folgende kritisch kommentierte Teildokumentation zieht ergänzend vereinzelte naturschutzrelevante Befunde der regelmäßigen Erhebungen zum "Umweltbewusstsein in Deutschland" aus den Jahren 2000 bis 2010 heran. Auf Anfrage erklärte die Pressestelle des Bundesamtes für Naturschutz, dass ihr keine weiteren kritischen Berichte zur Naturbewusstseinsstudie 2009 bekannt sind. Eine Premiere:

Wildnis


Als eine der höchsten Normen des Naturschutzes fungiert die "wahre Natur", von der viele behaupten, dass es sie in den zivilisierten Ländern, ja sogar auf der Erde eigentlich gar nicht mehr gibt. Ihr kommt die Wildnis noch am nächsten. Die nordamerikanische Mystifizierung von 'Wildnis' hat mit den vermehrten Nationalparks inzwischen auch bei uns Einzug gehalten. Wie steht die Bevölkerung dazu?

Naturschutz aus jugendlicher Sicht


Vom ersten Jugendreport an wurden immer wieder gezielte Fragen zum Naturschutz gestellt. Bis heute zeichnen die Antworten ein widersprüchliches Bild, welches einen weit differenzierteren Aufschluss über die zeitgenössische Naturentfremdung gibt als bloße Wissensdefizite.

Die auffällig hohe Zustimmung zu abstrakten, zum Teil bewusst überzogen formulierten Statements gab Anlass, den jungen Menschen mittels einer offenen Frage eine authentischere Variante ihrer Vorstellung von Naturschutz zu entlocken:

Noch konkreter erhellt die Reanalyse einer bereits 1997 gestellten offene Frage, wie sehr sich der jugendliche Verhaltenskodex gegenüber einer fürsorgebedürftigen Natur von gängigen Naturschutzkonzepten unterscheidet.