Druckversion öffnen

Auch wenn es keinen eindeutigen, verbindlichen Naturbegriff geben kann, kommt ihm im individuellen und öffentlichen Bewusstsein eine zentrale Funktion zu. Um dem gerecht zu werden, bedient sich die Natursoziologie eines pragmatisch-empirischen Ansatzes: Natur ist, was wir im Alltag darunter verstehen. Angesichts der Breite denkbarer Begriffsfüllungen empfehlen sich für einen ersten orientierenden Zugriff offene Fragen, deren Auswertung aber in der Regel so aufwendig ist, dass sie vorwiegend unter der Überschrift "Studien" zu finden sind.

Kurzbeiträge

Auch die Kurzbeiträge zum Thema sind zwangsläufig etwas länger. Das gilt um so mehr, wenn zwei ähnliche offene Fragen in der "Naturbewusstseinstudie 2009" des Umweltministeriums und im "Jugendreport Natur 2010" die Möglichkeit eines Vergleichs der spontanen Naturbilder von Erwachsenen und Jugendlichen geben.

Die tragende Symbolfunktion des Baumes bzw. Waldes für das alltägliche Naturverständnis wirft die Frage auf, ob es sich dabei um ein deutsches Spezifikum handelt:

Der erste Versuch zur pragmatisch-empirischen Klärung des jugendlichen Naturbildes entstammt den Mitte der 90er Jahre durchgeführten Seminaren zum Thema "Jugend und Natur".


Studien

Ein Vergleich der jugendlichen Naturassoziationen im Jahrzehntabstand lässt auf der Basis grundsätzlicher Kontinuität aufschlussreiche Entwicklungen erkennen:

Offene Fragen zum Naturverständnis liefern nur Einblicke in den akut präsenten Assoziationshorizont. Das Bild kann ganz anders aussehen, wenn man gezielt nachfragt. Das hat der Jugendreport Natur 2006 anhand von 40 mehr oder weniger naturnahen Items getan.

Was sich theoretisch nur schwer erschließt, lässt sich ersatzweise auch empirisch angehen - ein ganz früher Versuch.

Kontakt: Redaktion natursoziologie.de