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News vom 16.06.2016

7. Jugendreport Natur 2016

Erste Ergebnisse werden im September 2016 vorgestellt.

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Natur im Alltag

Neuland

Schön, dass Ihre Neugier Sie auf diese Website mit ihrem immer noch erklärungsbedürftigen Titel geführt hat. Die akademische Soziologie kennt bislang keine Subdisziplin "Natursoziologie". Sie fasst das Thema Natur aus Prinzip nur mit spitzen Fingern an und überlässt es fahrlässigerweise den Naturwissenschaften. Die wiederum wollen ihrerseits möglichst wenig mit den Sozialwissenschaften zu tun haben.

Niemandsland

Bestenfalls wird es dort unter dem Stichwort "Umwelt" primär aus technisch-zivilisatorischer Perspektive behandelt. Dabei ist unser alltägliches Verhältnis zur Natur keineswegs auf Umweltprobleme beschränkt. Wir haben einen sehr direkten Zugang zu ihr, der trotz seiner scheinbaren Subjektbezogenheit weitgehend kollektiv geprägt ist und insofern vielfältige Anlässe für soziologische Fragestelungen bietet.
Insofern erschließt die "Natursoziologie" eine breites Themenfeld im Niemandsland zwischen den Disziplinen. Weil über weite Strecken unbeackert, versucht die vorliegende Website das Terrain erst einmal oberflächlich zu sondieren, ehe es Sinn macht, mit elaborierten Instrumentarien in die Tiefe zu gehen.

Elementare Fragen

Welche Rolle spielt eigentlich das, was wir „Natur“ nennen, in unserem Denken und Handeln? Was wissen wir über die unmittelbare natürliche Umwelt? In welcher Art von grüner Umgebung verbringen wir unsere Freizeit am liebsten? Warum stellt Natur gerade im durchtechnisierten Alltag einen so hohen Wert dar? Ist uns noch hinreichend klar, dass wir alle von ihr leben? Wie halten wir es im Ernst mit Naturschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit?

Widersprüche

Angesichts eines tiefsitzenden Unbehagens über unseren zerstörerischen Umgang mit der natürlichen Umwelt sind die gängigen Antworten auf solche Fragen nicht selten von einem schlechten Gewissen geprägt, das den Blick auf die Wirklichkeit tendenziell verstellt. Das Naturbild des 21. Jahrhunderts hat viele, oft widersprüchliche Gesichter. Natursoziologie.de hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Widersprüchen vorzugsweise anhand empirischer Studien nachzugehen. Dabei erweist sich eine ideologiekritische Vorgehensweise als unabdingbar.

Klären statt verklären

Die meisten Beiträge werden zumeist erstmals im Original publiziert. Ihr Stil hat mit Blick auf eine weniger theorie- als praxisorientierte Leserschaft eher populärwissenschaftlichen Charakter, ohne die gebotene Sorgfalt zu vernachlässigen. Das gilt auch für die nur stichwortartigen Powerpoint-Formate (PP), welche die Fakten kompakter und übersichtlicher herüberbringen. Dabei bemühen sich die Autoren, auch moralisch aufgeladene Themen möglichst vorbehaltlos anzugehen und so dem gegenwärtig so verbreiteten Hang zu Verklärung "der Natur" zu entgehen.

Aktualitätszwang?

Unser Verhältnis zur äußeren Natur ist wie die zur eigenen Natur selten schnellen Veränderungen unterworfen. Es hängt weniger von Moden oder Hypes ab, sondern wird von längerfristig wirksamen, existenziellen Determinanten bestimmt. Von daher behalten auch ältere Beiträge auf den folgenden Seiten in hohem Maße ihre Gültigkeit.

Provisorisch

Mangels personeller Kapazität sind die Beiträge unlektoriert und daher nicht fehlerfrei. Soweit genauere Literaturangaben fehlen, finden sie sich gebündelt in der Rubrik Literatur. Wer aus den Beiträgen zitieren will, wird nachdrücklich gebeten, die Quellenangabe nicht zu vergessen.

Kontakt: Redaktion natursoziologie.de

Hinweis

Einen praxisnahen Zugang zum Thema eröffnet das "Wandern" genannte Durchstreifen naturnaher Landschaften. Dabei kommt man dem, was im Alltag unter Natur verstanden wird, subjektiv besonders nahe. Natursoziologie.de ist daher eng verflochten mit der Website www.wanderforschung.de.